… Urgroßvater Bernhard Wolf. Er beförderte bereits in der Zwischenkriegszeit mit einem Pferdegespann Feriengäste (offiziell) und diverse Genussmittel (weniger offiziell – die Kutsche hatte einen doppelten Boden) von Langen über den Flexenpass nach Lech. Für diesen Weg, den man heute bequem mit dem Auto in etwa zwanzig Minuten zurücklegt, benötigte man damals noch beschwerliche vier Stunden.

Bei einer derart langen Fahrzeit kann einen schon einmal der Schlaf übermannen, weshalb die Pferde so manches Mal den Weg nach Lech alleine fanden. Eine Anekdote besagt, dass sie sogar unbeeindruckt weiterfuhren, nachdem Urgroßvater schlaftrunken vom Kutschbock gestürzt war
und kurz im Schnee liegen blieb. Dieser, schlagartig wach geworden, sprang zurück auf seinen Arbeitsplatz und erzählte den verblüfften Fahrgästen, er habe kurz unter dem Wagen nach dem Rechten sehen müssen.

Trotz oder gerade wegen solcher abenteuerlichen Erlebnisse kamen die Feriengäste immer gut im damals schon beliebten Ferienort an. Als dem alten Wolf’schen Gehöft, aus dem letztendlich das heutige Stammhaus entstand, Gästezimmer angefügt wurden, brachte man anfangs sechs Gäste unter, bis 1965 der Umbau zu einem richtigen Gästehaus erfolgte.

Aufgrund der eigenen wachsenden Familie und der steigenden Nachfrage entstand zwanzig Jahre später das Alpenfluh II. Die damaligen „Jungen“, Doris und Peter, führen auch heute noch das Alpenfluh – tatkräftig unterstützt von Juniorchefin Miri – angenehm unkompliziert, was von den zahlreichen Stammgästen schon seit Jahrzehnten geschätzt wird.